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Drogenlexikon

Unter folgendem Link findest du laufend aktuelle Substanzinformationen von unserer Partnerorganisation Saferparty.ch
Hier findest du nur einen Auszug.

Basis-Info

Alkohol 

Tabak
Cannabis
Ecstasy/MDMA
Kokain
Heroin
Speed/Amphetamine

Methamphetamin (Crystal Meth)

LSD

Benzodiazepine

Mephedron

 

 

  Alkohol

Substanzen: Äthylalkohol (C2H5OH) wird durch die Vergärung von Zucker aus Früchten und/oder Getreide gewonnen.

Erscheinungsformen:
Getränke mit unterschiedlichem Alkoholgehalt; Bier enthält 3-7 Vol.%, Wein 11-14 Vol.%, Wodka ca. 40 Vol.% und Stroh-Rum 80 Vol.% Alkohol.

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Konsumformen:

Alkohol wird als Getränk und als Zugabe in Speisen konsumiert.


Dosierung:

Die Blutalkoholkonzentration in Promille (‰) ist von konsumierter Menge, Alkoholart, Zeitraum des Konsums und individuellen Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht u.a.) abhängig.


Wirkung:

Anregung, Entspannung, Enthemmung, Euphorie. Bei höheren Dosen: Verminderung der Reaktionsfähigkeit, Selbstüberschätzung, Rededrang, Gereiztheit, Aggressivität. Nach übermässigem Konsum: Magenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen (Kater).


Wirkungseintritt:

30 bis 60 Min. nach der Einnahme erreicht der Alkoholspiegel im Blut seine höchste Konzentration.


Wirkdauer:

Im Durchschnitt baut der Körper pro Stunde 0,1-0,15‰ Alkohol, wobei Männer Alkohol schneller abbauen als Frauen.


Risiken und Nebenwirkungen:

Gleichgewichts- und Sprechstörungen, visuelle Störungen und Übelkeit. Hohe Unfallgefahr wegen Selbstüberschätzung und verminderter Reaktionsfähigkeit. Bei sehr hohen Dosen (3-4‰) Unterkühlung/ Überhitzung, Tiefschlaf, Koma, Tod.


Achtung!

Rauschtrinken (Binge Drinking), die Alkoholaufnahme in sehr kurzer Zeit und in grossen Mengen, lässt den Blutalkoholgehalt besonders rasch und stark ansteigen, es kommt schneller zur Alkoholvergiftung.Folgen: Komatöser Zustand, Ausschaltung lebenswichtiger Reflexe (Gefahr des Erstickens bei Erbrechen, Erfrierungsgefahr bei Kälte). Epileptische Anfälle können ausgelöst werden. Erhöhtes Risiko für Thrombosen, hohen Blutdruck (niedriger auch möglich), Atemdepression und plötzlichen Herztod.

Langzeitwirkungen:
Alkohol kann psychische und körperliche Abhängigkeit erzeugen. Typische Entzugssymptome sind Unruhe, Zittern, Übelkeit und Erbrechen. Mögliche Folgen bei regelmässig starkem Konsum: Schädigung aller Körperorgane, Störungen des Nervensystems und der Gedächtnisfunktionen. Alkohol verstärkt die krebserregende Wirkung anderer Stoffe (wie z.B: Zigarettenrauch) deutlich!

Wieviel weißt du über Alkohol?
Teste dein Wissen unter http://www.drugcom.de/wissenstests/alkohol/
Teste dein Trinkverhalten mit dem AlcoTool http://www.alcotool.ch/index.php

 Tabak (Nikotin)

Tabak enthält über 3500 Inhaltsstoffe; der Hauptwirkstoff ist Nikotin, ein Nervengift, das in unterschiedlichen Mengen in den Tabakblättern enthalten ist. Begleitstoffe sind Teer (sorgt für den Geschmack), Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Nitrosamine, Cyanwasserstoff, Stickstoff, Blausäure etc.

Erscheinungsformen:
Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak, Schnupftabak, Kautabak.

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Konsumformen:
Tabak wird meist geraucht, seltener geschnupft oder gekaut. Tabak nicht essen!

Dosierung:
individuell und von der Konsumform abhängig. Die tödliche Dosis von Nikotin liegt bei Erwachsenen bei ca. 60 mg; bei Kindern und Jugendlichen ist sie deutlich geringer.

Wirkung:
Nikotin wirkt stimulierend, bei höheren Dosen auch beruhigend und muskelentspannend; es mildert Hunger-, Angst- und Aggressionsgefühle.

Wirkungseintritt:
Die Freisetzung von Nikotin erfolgt sofort beim Anzünden der Zigarette. Nikotin gelangt, gebunden an Teerteilchen, zuerst in die Lunge und von dort ins Blut. Nach 7 Sekunden erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn.

Wirkdauer:
wenige Minuten.

Risiken und Nebenwirkungen:
Verringerung der Sauerstoffmenge im Blut, Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinns. Bei regelmässigem Konsum: Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz, vermehrte Freisetzung von Adrenalin und erhöhte Aktivität des Magen-Darm-Traktes.

Meist bei Erst- oder Wiederkonsum: Blutdruckabfall, herabgesetzte Körpertemperatur, Übelkeit und/oder Brechreiz, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle.

Langzeitrisiken:
Die Begleitstoffe des Tabakrauchs - und nicht das Nikotin - sind verantwortlich für die bekannten gesundheitlichen Folgen des Rauchens, u.a. erhöhtes Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen (Asthma, chronische Bronchitis, Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose, Lungenkrebs), Schädigung der Magenschleimhaut (Gefahr von Magengeschwüren). Nikotin gehört zu den Drogen mit dem höchsten Abhängigkeitspotential mit psychischen und körperlichen Symptomen. Entzugserscheinungen sind Depressionen, Angstgefühle, Unruhe, Schlaflosigkeit und (langfristig bei Abstinenz) Gewichtszunahme. Die Einnahme von Medikamenten (z.B. Antibabypille) in Kombination mit hohem Tabakkonsum beeinträchtigt die Durchblutung (Thrombosegefahr!). Personen mit Herz-Kreislaufproblemen, Lungen- und Atembeschwerden (Asthma, chronische Bronchitis) sollten keinen Tabak konsumieren.

Wasserpfeife, Shisha

Nicht nur das Rauchen von Zigaretten kann abhängig machen (v.a. wegen dem Niktoin) und die Gesundheit schädigen. Jeglicher Konsum von Tabak bringt gesundheitliche Risiken mit sich.
Es ist nicht eindeutig erwiesen, wie schädlich das Rauchen einer Wasserpfeife ist, es werden aber ähnliche Schadstoffe wie beim Zigarettenrauch inhaliert. Der Tabak für Shishas ist feucht und wird in Europa oft aromatisiert, damit er angenehm riecht und die Bitterkeit des Tabaks dämpft. Das Wasser bei der Wasserpfeife kühlt und aromatisiert lediglich den Rauch, es filtert dessen Schadstoffe jedoch nicht heraus. Es bleiben praktisch alle Schadstoffe enthalten und diese werden auch inhaliert. Deshalb bestehen beim Wasserpfeiferauchen wohl dieselben Risiken wie beim Zigarettenrauchen. Durch verschieden Zusatzstoffe (Aromen etc.) könnten diese möglicherweise sogar verstärkt werden. Es resultieren jedoch eher weniger gesundheitsschädigende Folgen, weil Wasserpfeifen in der Regel weniger oft als Zigaretten geraucht werden.

Wieviel weißt du über Nikotin?
Teste dein Wissen unter: http://www.drugcom.de/wissenstests/nikotin/

 Cannabis

Substanzen: Cannabisprodukte werden aus der Hanfpflanze hergestellt. Tetrahydrocannabinol (THC) ist der wichtigste psychoaktive Wirkstoff der rund 400 chemischen Substanzen der Hanfpflanze.

Erscheinungsformen:
Marihuana (Gras) besteht aus getrockneten Blüten und jungen Blättern der weiblichen Pflanze; Haschisch (Shit) ist das getrocknete Harz aus den Drüsenhaaren der Pflanze.

Infos zu den häufigsten Streckmitteln findet ihr hier.

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Konsumformen:
Cannabisprodukte werden meist mit Tabak gemischt und geraucht (Joints, Wasserpfeife, Shilom etc.), seltener getrunken (als Tee) oder gegessen (Spacecakes, Joghurt).

Dosierung:
Der THC-Gehalt kann von Sorte zu Sorte sehr stark variieren. Neue Pflanzensorten enthalten bis zu 25 Prozent THC.

Wirkung:
Entspannend, appetitanregend, Gefühle werden intensiviert, Gelassenheit und/oder grundlose Heiterkeit stellen sich ein. Das Zeiterleben wird verändert (meist verlangsamt). Bei hoher Dosierung kann Cannabis leicht halluzinogen wirken; die Konzentrationsfähigkeit und Merkfähigkeit können temporär während des Rausches beeinträchtigt werden.

Wirkungseintritt:
geraucht innerhalb weniger Minuten, gegessen erst nach 0,5-2 Std.

Wirkdauer:
geraucht 1-2 Std., gegessen 8-14 Std.(!)

Risiken und Nebenwirkungen:
Anstieg von Herzschlag- und Pulsfrequenz, Rötung der Augen, Mundtrockenheit, übermässiges Hungergefühl (Fressflash). Schwindelgefühle, Übelkeit und Erbrechen können vor allem beim erstmaligen Konsum auftreten. Bei hohen Dosen können Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps, unangenehme Gefühlsintensivierungen, im schlimmsten Fall Paranoia und depressive Verstimmungen auftreten.

Langzeitrisiken:
Wenn du häufig und regelmässig konsumierst, besteht die Gefahr psychischer Abhängigkeit. Auch Symptome einer leichten körperlichen Abhängigkeit können sich einstellen; bei plötzlicher Abstinenz sind Schweissausbrüche, Hitze-/Kälteschauer, Appetitlosigkeit und Einschlafschwierigkeiten sowie Gereiztheit möglich.Bei chronischem Konsum besteht die Gefahr von Realitätsverlust; möglich ist auch eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und der Motivationsfähigkeit.Durch das Rauchen kommt es bei chronischem Konsum zu einer gesteigerten Anfälligkeit für Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Luftröhren- und Lungenentzündungen u.a.).

Wieviel weißt du über Cannabis?
Teste dein Wissen unter: http://www.drugcom.de/wissenstests/cannabis/

 Ecstasy/MDMA

Substanzen: MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin, auch: N-Methyl-1-[1,3 benzo-dyoxol-5-yl]-2-propanamin), ist ein synthetisches Amphetaminderivat.

Erscheinungsformen:
vor allem Pillen, selten auch in Pulverform oder in Kapseln abgefüllt.

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Konsumformen:
MDMA wird meist geschluckt, seltener geschnupft.

Dosierung:
max. 1,5 mg MDMA pro kg Körpergewicht für Männer, max. 1,3 mg pro kg Körpergewicht für Frauen.

Wirkung:
MDMA bewirkt vor allem eine vermehrte Freisetzung des Neurotransmitters Serotonin. Hunger- und Durstgefühl sind reduziert, Wachheit und Aufmerksamkeit erhöht, Körpertemperatur und Blutdruck steigen an. Auf MDMA fühlst du dich leicht und unbeschwert, ein wohliges Körpergefühl breitet sich aus. Seh- und Hörvermögen verändern sich, Berührungen und Musik werden intensiver empfunden, Hemmungen werden abgebaut und das Kontaktbedürfnis wird gesteigert.

Wirkungseintritt:
nach ca. 30 Min. Achtung, manche verspüren die E-Wirkung erst nach bis zu 90 Minuten!

Wirkdauer:
4-6 Std.

Risiken und Nebenwirkungen:
Nebenwirkungen sind Kieferkrämpfe, Muskelzittern, Übelkeit/Brechreiz und erhöhter Blutdruck. Herz, Leber und Nieren werden besonders stark belastet. Es besteht auch die Gefahr eines Hitzschlags, da die Körpertemperatur erhöht wird. Bei Überdosierung können Halluzinationen auftreten.

Langzeitrisiken:
Der lange und intensive Konsum von Ecstasy kann zu einer Veränderung des Serotoninsystems führen. Bei wiederholten hohen Dosierungen und nach zu kurzen Pausen steigt die Wahrscheinlichkeit für eine bleibende Schädigung der intellektuellen Leistungsfähigkeit.

Achtung!
In den letzten Jahren tauchten immer wieder Pillen mit anderen Wirkstoffen auf.

Wieviel weißt du über Ecstasy?
Teste dein Wissen unter: http://www.drugcom.de/wissenstests/ecstasy/

 Kokain

Substanz: Kokain (Benzoylecgoninmethylester) wird aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauches (Erythroxylon coca) gewonnen.

Erscheinungsformen:
weißes oder gelbliches, kristallines, bitter schmeckendes Pulver oder Stein.

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Konsumformen:
Kokain wird in der Regel geschnupft, kann aber auch geraucht (Crack/Freebase) oder gespritzt werden.

Dosierung:
mittlere Dosis geschnupft: 50-100 mg, bei Dauer-UserInnen bis zu 300 mg; geraucht: 50–350 mg, gespritzt: 70–150 mg.

Wirkung:
Verengung der Blutgefässe, Anstieg der Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck. Unterdrückung von Müdigkeit, Hunger und Durst. Euphorie, Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit, stark gesteigertes Selbstvertrauen, Bewegungsdrang, Unruhe, Redseligkeit, Wegfall von Hemmungen und Ängsten, Abnahme der Kritik- und Urteilsfähigkeit. Beim Runterkommen: Erschöpfung, depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Angstgefühle und ein starker Drang zur Wiedereinnahme ("Craving").

Wirkungseintritt:
geschnupft nach 2-3 Min.,geraucht oder gespritzt schon nach einigen Sekunden.

Wirkdauer:
geschnupft 30–90 Min.; geraucht oder gespritzt 5-20 Min.

Risiken und Nebenwirkungen:
Schlafstörungen, Gereiztheit, Aggressivität, Angst- und Wahnzustände, Depression, Gedächtnis- / Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität; nervöse Zuckungen und stereotype Bewegungen, Muskelkrämpfe und Muskelzittern, krampfhafte Verengungen der Herzgefässe, im Extremfall Herzinfarkt oder Hirnschlag bei Überdosis (für Ungewöhnte 3-4 mg pro kg Körpergewicht).
Beim gleichzeitigen Konsum von Kokain und Alkohol entsteht die toxische Substanz Cocaethylen; sie verstärkt die schädlichen Nebenwirkungen, vor allem das Herz wird zusätzlich belastet.

Langzeitrisiken:
Bei chronischem Konsum: psychische Abhängigkeit, "Craving", Angststörungen, Persönlichkeitsveränderung, Depression, Kokainpsychose mit paranoiden Wahnzuständen und Halluzinationen, bleibende Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der intellektuellen Fähigkeiten; nervöse Zuckungen, Krampfanfälle, Veränderungen der Bewegungsabläuf, nur schwer heilende Entzündungen und Schäden der Nase, Schäden an Herz, Leber, Nieren, Lunge, Haut, Blutgefässen und Zähnen, Schwächung des Körperabwehrsystems.

Wieviel weißt du über Kokain?
Teste dein Wissen unter: http://www.drugcom.de/wissenstests/kokain/

 Heroin

Substanzen: Heroin (chemische Bezeichnung: Diacetylmorphin) ist eine halbsynthetische Substanz, gehört zur Gruppe der Opioide und wird aus Rohopium hergestellt, einer Substanz, die aus dem Schlafmohn gewonnen wird.

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Erscheinungsformen: weisses, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver.

Konsumformen: Heroin wird meist gespritzt, seltener geraucht (Mitte der 90er Jahre kam das Folienrauchen in Mode) oder geschnupft. Das Mischen von Heroin mit Kokain wird als Speedball bezeichnet.

Dosierung: Die Dosis ist von der individuellen Toleranz gegenüber Heroin abhängig. Die tödliche Dosis liegt bei nichttoleranten Menschen bei ca. 60 mg!

Wirkung: Schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend, angstlösend und euphorisierend. Dem euphorischen «Flash» zu Beginn folgen ein Zustand des Wohlbefindens und ein Gefühl der Gleichgültigkeit, Gelassenheit, Unbeschwertheit und Selbstzufriedenheit.

Wirkungseintritt: gespritzt und geraucht nach wenigen Sekunden, geschnupft nach einigen Minuten.

Wirkdauer: 2-5 Std., abhängig von der Dosis und der Qualität des Stoffs.

Risiken und Nebenwirkungen: Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung und Harnverhaltung können auftreten.

Weitere Nebenwirkungen bei regelmässigem Konsum von Heroin: Verwirrung, Desorientierung, Erinnerungslücken, undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinationsstörungen, extreme Verstopfung, Verringerung der sexuellen Lust und eine potentiell lebensbedrohliche Reduktion der Atemfrequenz auf 2-4 Atemzüge pro Minute (durch die Dämpfung des Husten- und Atemzentrums).

Hohe Dosen Heroin können tödlich sein, falls nicht sofort ärztliche Hilfe geholt wird!

Langzeitrisiken: Die Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen und physischen Symptomen ist gross. Sobald sich eine Toleranz entwickelt hat und dem Körper nicht die notwendige Substanzmenge zugeführt wird, treten 8-12 Stunden nach der letzten Heroineinnahme körperliche Entzugserscheinungen ein. Entzugssymptome sind Schweissausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe, Schlaflosigkeit und seltener auch Halluzinationen, psychotische Phasen und Krampfanfälle.

Spezifische Risiken nach Konsumform: Sniffen: Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute. Gefahr von Hepatitis C Ansteckungen - Rauchen: Schädigung von Bronchien und Lunge (die Lunge verklebt bei täglichem Konsum). - Spritzen: Venenentzündungen und Gefahr von Infektionskrankheiten (Hepatitis C, HIV/AIDS, Pilze). Durch die Verunreinigungen im Heroin können Organschädigungen auftreten.

Methadon: Das Medikament Methadon ist ein synthetisches Opioid und wird als Substitutionsmittel bei Heroinabhängigkeit verwendet. Bei User/innen, die Opiate nicht gewöhnt sind, kann der Konsum von Methadon schon in geringen Mengen lebensgefährlich sein (schwere Atemdepression, Erstickungsgefahr).

 Speed/Amphetamine

Substanzen: Unter dem Namen Speed wird meist eine Mischung aus Koffein und Amphetamin angeboten. Speed aus reinem Amphetamin ist selten; noch seltener enthält Speed Methamphetamin.

Erscheinungsformen:
weißes, beiges oder rosafarbenes Pulver, selten in Kapseln abgefüllt oder in Pillenform.

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Konsumformen:
meist geschnupft oder geschluckt, seltener gespritzt oder geraucht.

Dosierung:
Wegen der unterschiedlichen Reinheit (der durchschnittliche Amphetamingehalt schwankt zurzeit von 8% bis maximal 50%!) ist die Dosierung schwierig und die Gefahr einer Überdosierung hoch. Dosierungen mit mehr als 25 mg reinem Amphetamin verstärken die negativen Effekte; eine Dosis von 50 mg/Nacht ist das Maximum.

Wirkung:
Freisetzung der körpereigenen Leistungsdroge Noradrenalin, Steigerung des Selbstwertgefühls durch die gleichzeitige Ausschüttung von Dopamin. Erhöhung der Körpertemperatur, Unterdrückung von Hunger und Schlafbedürfnis, Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit, erhöhte Risikobereitschaft, unterdrücktes Schmerzempfinden, Euphorie und gesteigerter Rededrang (Laberflash).

Wirkungseintritt:
geschnupft nach 2-10 Min.; geschluckt nach 30-45 Min.

Wirkdauer:
6-12 Std. (Amphetamin ist im Körper schlecht abbaubar).

Risiken und Nebenwirkungen:
Zittern, Unruhe, Übelkeit, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Gereiztheit und Appetitlosigkeit, aggressives Verhalten (vor allem in Kombination mit Alkohol). Bei hohen Dosen: Halluzinationen, Kreislaufversagen, Schlaganfälle sowie Nieren-, Leber-, Herzversagen und Zustände tiefer Bewusstlosigkeit. Eine oft unterschätzte Gefahr ist das Ansteigen der Körpertemperatur bis auf 41ºC mit lebensbedrohlicher Überhitzung und Austrocknung des Körpers als Folge.
Nach dem Runterkommen:
extremes Schlafbedürfnis, starkes Hungergefühl, depressive Stimmung, Gereiztheit etc.

Langzeitrisiken:
Eine starke psychische Abhängigkeit kann sich rasch einstellen. Häufiger Speedkonsum führt nicht selten zu körperlichen Mangelerscheinungen (Kalziummangel; bewirkt Knochen- und Zahnprobleme) und psychischen Problemen wie Depressionen.
Es kann bei intensivem Konsum zu ständiger Unruhe (aber auch anhaltender Müdigkeit), Schlaf- und Kreislaufstörungen, Angst und Paranoia bis hin zur Amphetaminpsychose kommen. Ausserdem sind hoher Blutdruck, Gewichtsverlust, Hautentzündungen ("Speedpickel"), Magenbeschwerden sowie Leber- und Nierenschäden und Krämpfe möglich. Das Schnupfen schädigt die Nasenschleimhäute und Nasenscheidewand, das Schlucken die Magenschleimhäute. Der chronische Konsum begünstigt Hirnblutungen und Schlaganfälle mit plötzlichen Lähmungen.

Wieviel weißt du über Speed?
Teste dein Wissen unter: http://www.drugcom.de/wissenstests/speed/

 Methamphetamin

Diese Substanz wird als Crystal, Crystal-Speed, Crystal-Meth oder als Meth bezeichnet.

Weiter Szenenamen sind "Yaba" (=verrückte Medizin), "Piko", "Hard Pep", "Ice", "Crank" oder "Pervitin".

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Crystal bzw. Methamphetamin ist ein starkes Psychostimulans auf Amphetamin-Basis. Im Vergleich zu gewöhnlichen Amphetamin (Speed) wirkt Crystal wesentlich stärker und länger (etwa fünfmal so stark). Eine "normale" Speedline kann bei Crystal bereits eine gefährliche Überdosierung bedeuten.

Ausführliche Infos findest du in dieser tollen Broschüre von www.mindzone.info

 LSD

Substanzen: LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine halluzinogene Substanz, die 1943 von Albert Hofmann entdeckt und bis zu ihrem weltweiten Verbot als psychotherapeutisches Hilfsmittel eingesetzt wurde.

Erscheinungsformen: flüssig; meist in Form von Papiertrips (Löschpapier, "Filz") oder - meist höher dosierten - Mikrotabletten aus Gelatine ("Micros") erhältlich.

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Konsumformen:oral (geschluckt).

Dosierung: 50–200 Mikrogramm (=0.05–0.2 mg); Dosen von 250–500 Mikrogramm erzeugen höchst intensive psychedelische Erlebnisse und sollten nur von sehr erfahrenen UserInnen verwendet werden. Da die Dosis stark schwankt, sollte LSD vor dem Konsum chemisch analysiert werden.

Wirkung: Die LSD-Wirkung ist sehr stark von Dosis, Set und Setting abhängig. Als Halluzinogen intensiviert und verfremdet LSD deine Sinneswahrnehmungen und dein Raum-Zeit-Empfinden. Deine Stimmung und deine Gefühle können sich abrupt verändern. Bei höheren Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper kommen. Besonders in der Anfangsphase des Trips können leichte Atembeschwerden, Herzrasen, Schweissausbrüche, veränderter Blutdruck und Übelkeit auftreten.

Wirkungseintritt: nach 30–60 Min.

Wirkdauer: ca. 8–12 Std.

Risiken und Nebenwirkungen: Die Risiken beim Gebrauch von LSD liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind von der Persönlichkeitsstruktur des Users/der Userin abhängig. Die Wahrnehmungsveränderungen auf einem Trip können so intensiv sein, dass vor allem unerfahrene UserInnen sich von der Flut von Eindrücken überfordert fühlen; vor allem bei Nichtbeachtung der Regeln betreffend Set und Setting kann es zu Fehlreaktionen, Orientierungsverlust, Panik, Paranoia und "Horrortrips" kommen.

Langzeitrisiken: Es besteht - auch bei einmaligem Konsum - die Gefahr, dass latente (verborgene) psychische Störungen ausgelöst werden können. LSD führt weder zu Organschäden noch zu Erbgutveränderungen und macht nicht körperlich abhängig.




 Benzodiazepine

Valium®, Seresta®, Temesta®, Dormicum®, Xanax®, Rohypnol® u.a. ("Benzos")

Substanzen: Diazepam und verwandte Wirkstoffe.

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Dosierung: unterschiedlich nach Toleranz und Konsumverhalten.

Wirkung: Erregungs- und angstmindernd, beruhigend, einschläfernd und muskelentspannend. Bei hohen Dosen: Verlangsamung, Schläfrigkeit, Gefahr von Gedächtnislücken («Filmriss»).

Wirkungseintritt: nach 15 Min.

Wirkdauer: je nach Medikament, von 1.5 - 48 Std.

Risiken und Nebenwirkungen: Beim Mischen mit anderen Downern (Alkohol, GHB/GBL, Heroin) Gefahr einer Atemlähmung! Bei Dauereinnahme: extrem hohes Abhängigkeitspotential mit psychischen und körperlichen Symptomen.



Quellen:www.saferparty.ch , www.drugcom.de, http://www.know-drugs.ch/home.htm, http://www.mindzone.info/aktuelles/

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